Versorgte Vögel

Mit sportlichen Schritten bewege ich mich mit meinen Nordic Walking-Stöcken durch den Wald. Trüb ist es, für später ist auch noch Regen prognostiziert. Eine ganze Weile bin ich unterwegs, in Gedanken versunken nahm ich den Weg bis hierher nicht immer bewusst wahr.

Da plötzlich fällt mir auf: Die Vögel zwitschern und singen! Ich stoppe meine Schritte und höre den kleinen Geschöpfen zu. Erstaunt stelle ich fest, dass sie den kalten Winter offensichtlich gut überstanden haben. Eigentlich unglaublich, ich hätte die vergangenen Wintertage nicht in der freien Natur verbringen wollen, das Leben da draussen stelle ich mir als hartes Überleben vor, die Suche nach Nahrung und Schutz vor Witterung als eine aufwändige und komplizierte Aufgabe.

«Wer kümmert sich eigentlich um diese Tiere?», frage ich mich. «Wer gibt ihnen Schutz? Wer gibt ihnen Nahrung?»

Diese Vögel öffnen mir einen Blick in Gottes Welt und sein Wesen. In der Bibel lese ich erstaunlich viel über Vögel. Zum Beispiel steht da dieser Satz:

«Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte in Scheunen. Trotzdem ernährt sie euer Vater im Himmel.» (Matthäus 6,26)

Gott selbst ist es also, der sich um diese Tiere kümmert. Ob sie sich dessen bewusst sind?

Ein anderer Satz:

«Kann man nicht fünf Spatzen für zwei Kupfermünzen kaufen? Und doch übersieht Gott keinen einzigen von ihnen.» (Lukas 12,6)

Aus menschlicher Sicht hat so ein Spatz wenig Wert. Doch Gott hat glücklicherweise andere Wertemassstäbe. Die Vögel sind ihm so wichtig, dass er sich um sie kümmert.

Und dann gibt es jeweils Zusätze zu den oben zitierten Bibelsätzen:

«Seid ihr nicht viel mehr wert als die Vögel?»        
«Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.»

Wow, was für ein Statement! Wenn sich Gott um diese Vögel kümmert, wie viel mehr sorgt er sich um uns, um mich, um Sie! Er kann uns unmöglich vergessen.

Das beruhigt mich. Die Aussage ist nicht, dass wir uns zurücklehnen, uns auf der faulen Haut ausruhen und abwarten sollen, bis Gott uns alles umsonst gibt. Wir sollen unseren Teil dazu beitragen – wie die Vögel, sie bemühen sich auch um Futter und ein kuscheliges Nest. Ich verstehe hier, dass ich mich darauf verlassen darf, dass Gott mein Tun damit belohnt, dass ganz sicher das Nötige vorhanden sein wird.

Mir gibt das eine gesunde Gelassenheit. Es gibt einen Punkt, an dem ich getrost stoppen kann, noch mehr Reichtum und Güter anzuhäufen. Arbeiten ja, vorsorgen ist nicht falsch, gute Verwalter sollen wir auch sein. Doch letztendlich ist nicht alles in unseren eigenen Händen. Niemand von uns kennt die Details der kommenden Jahre. Ich vertraue darauf, dass ich auch in Zukunft Gottes Versorgung und Fürsorge erleben werde. Und Sie?

Als ich an diesem Morgen zuhause ankam, stellte ich fest, dass der verheissene Regen noch nicht eingesetzt hatte. Umsorgt – manchmal geschieht es im Kleinen, Einfachen und Alltäglichen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gottes Versorgen und seine Fürsorge in diesen farbigen Frühlingstagen, mit all ihren Geschenken und Schönheiten, ganz neu erleben und wahrnehmen dürfen.

Verfasser

Thomas Lehmann

ehrenamtlicher Mitarbeiter

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