Hoffnung

Unsicherheiten gehören zum Leben, das spüren viele Menschen. Manchmal sind es weltweite Entwicklungen, manchmal persönliche Fragen, die beschäftigen und den Alltag schwerer machen. Sorgen können den Blick einengen, und es fällt nicht immer leicht, Zuversicht zu behalten. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder, wie viel Kraft eine echte, tragende Hoffnung schenken kann.

Psalm 23 beginnt mit den bekannten Worten: «Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.» Dieser Satz klingt fast kühn, wenn man mitten in Herausforderungen steht. Und doch steckt darin eine Einladung, die weit mehr ist als ein tröstlicher Spruch: Hoffnung heisst nicht, dass Wege leicht werden oder Schwierigkeiten verschwinden. Sie bedeutet, dass in belastenden Momenten keine Schutzlosigkeit bleibt, sondern ein Getragensein spürbar wird. Sie wirkt wie ein Licht im Tunnel: Es verkürzt den Weg nicht und nimmt die Dunkelheit nicht weg, aber es zeigt, dass Orientierung bleibt und der Weg nicht im Finstern führt.

Auch im alltäglichen Zusammenleben zeigt sich, wie wertvoll Hoffnung sein kann. Oft sind es gerade die leisen Gesten, die Mut machen: ein aufmerksames Wort, eine helfende Hand, ein kurzer Moment echter Nähe. Diese Zeichen wirken unscheinbar, aber sie tragen. Sie erinnern daran, dass selbst in schwierigen Zeiten Wärme und Verbundenheit möglich sind.

Römer 15,13 bringt das deutlich zum Ausdruck: «Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seid an Hoffnung.» Hier wird Hoffnung nicht als stilles Gefühl beschrieben, sondern als etwas Lebendiges, das überfliessen darf und andere mitzieht. Hoffnung kann den Blick verändern, die Haltung prägen und selbst dunkle Momente heller machen.

Gerade heute tut es gut, bewusst nach solchen Lichtpunkten Ausschau zu halten – in einem Gebet, in einem Gottesdienst, der trägt, bei einem Besuchsdienst, der zuhört, oder in einer helfenden Hand, die im Alltag unterstützt. Hoffnung zeigt sich oft leise, aber sie ist da, wo Menschen einander Raum geben, Kraft teilen und Verbundenheit leben.

Ein Blick in die Geschichte zeigt das deutlich: Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden aus Trümmern neue Wege und neue Hoffnung. Auch die Mondlandung 1969 war geprägt von Rückschlägen und Unsicherheiten. In beiden Fällen nahm Hoffnung die Schwierigkeiten nicht weg, eröffnete aber die Kraft, Schritte zu wagen, die zuvor undenkbar waren. Solche Schritte waren oft klein und unscheinbar, wurden aber zu Wegmarken, an denen sich zeigte, dass Neues möglich wird, auch wenn die Umstände noch herausfordern.

So kann Hoffnung das Leben prägen, den Blick weiten und helfen, wieder neu nach vorne zu gehen. Und manchmal genügt schon ein kleiner Moment, damit sie spürbar wird.

Verfasser

Robert Schneiter

ehrenamtlicher Mitarbeiter

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