Erntedank – ein Fest des Staunens und Dankens

Wenn der Herbst ins Land zieht, die Felder abgeerntet sind und die Früchte in den Körben liegen, feiern wir Erntedank. Es ist mehr als ein schöner Brauch mit bunten Altären und gefüllten Körben: Erntedank lädt uns ein, innezuhalten und bewusst Danke zu sagen.

In der frühen Kirche wurde bereits seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. das Erntedankfest gefeiert. Das geht wahrscheinlich auf die jüdische Tradition des Laubhüttenfestes zurück. Es gab und gibt jedoch keinen weltweit einheitlichen Termin für das Fest, da in den verschiedenen Klimazonen die Ernte zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht wird. Auch heutzutage ist der Termin in der Schweiz, in Deutschland und Österreich nicht einheitlich geregelt.

In der Schweiz gibt es viele Bräuche, bei denen die Menschen für die vergangene Ernte – Getreide, Gemüse, Obst und Käse – danken.

Im September wird in vielen Schweizer Gemeinden bei der traditionellen «Sichlete» oder bei der «Chästeilet» Erntedank und gleichzeitig der Alpabzug gefeiert.

Sichlete und Chästeilet finden gegen Ende des Sommers im September statt, so dass die Kühe noch vor dem ersten Wintereinbruch sicher ins Tal gebracht werden können. Bei der «Chästeilet» werden die Käselaibe, die den Sommer über auf der Alp hergestellt wurden, unter den Bauern aufgeteilt.

Wir leben in einem Land, in dem wir jeden Tag satt werden, in dem die Regale im Supermarkt voll sind, in dem wir in Frieden und Sicherheit leben dürfen. Das ist keineswegs selbstverständlich. Viele Menschen auf dieser Welt wissen nicht, ob sie morgen genug zu essen haben. Andere bangen um ihr Leben wegen Krieg oder Gewalt.

Gerade deshalb tut es gut, die Augen neu zu öffnen: Für das Brot auf unserem Tisch. Für das Dach über unserem Kopf. Für die Sicherheit, in der unsere Kinder grosswerden. Für all das, was wir oft für selbstverständlich halten.

Als Christen glauben wir: Hinter all dem Guten steht Gott. Ihm verdanken wir das tägliche Brot – und noch viel mehr. Erntedank heißt, nicht nur auf das „Was wir haben“ zu schauen, sondern auf den, der uns beschenkt.

Darum wollen wir Gott danken: Mit unseren Liedern und Gebeten, aber auch, indem wir teilen mit denen, die weniger haben. Dankbarkeit macht das Herz weit – und das Leben heller.

„Alle gute Gabe kommt von Gott, dem Herrn.“ (nach Jakobus 1,17)

Verfasser

Joachim Schmid

Pastor

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