Einmal im Jahr lädt das Seniorama-Spezial zu einem besonderen Ausflug ein. In den vergangenen Jahren besuchten wir unter anderem die Fraumünster-Kirche mit den berühmten Chagall-Fenstern, nahmen an einer Sonderführung im Täufer Jahr teil oder warfen einen Blick hinter die Kulissen des Zürcher Hauptbahnhofs. Auch der Besuch in der Tonhalle mit Händels festlichem „Halleluja“ bleibt unvergessen.
Dieses Jahr führte uns das Seniorama-Spezial ins Toni-Areal, wo das Museum für Gestaltung Zürich seine beeindruckende Sammlung aufbewahrt. In einer spannenden Führung erhielten wir Einblick in die verborgene Welt hinter den Ausstellungen.
Schon die Anreise gestaltete sich als kleines Abenteuer: Wegen eines Tramunterbruchs mussten wir kurzfristig umdisponieren und via Hardbrücke ins Toni-Areal gelangen. Trotz dieser Umwege erreichten wir rechtzeitig unser Ziel und konnten nach einem kurzen Frischmache-stopp in die Führung starten.
Sehr eindrücklich war der Beitrag von Museumsdirektor Christian Brändle, der uns die Bedeutung der in der Schweiz entwickelten Schriften näherbrachte. Anhand von Beispielen zeigte er, wie stark sie die visuelle Kultur weltweit geprägt haben. Besonders die „Helvetica“ und die „Univers“ wurden zu wahren Designklassikern, die bis heute in unzähligen Bereichen eingesetzt werden. Seine lebendige Art machte deutlich, dass Schweizer Typografie weit mehr ist als reine Schrift – sie ist Teil einer internationalen Gestaltungsgeschichte.
Eindrücklich war auch der Rundgang durch das Sammellager: Dort entdeckten wir viele Alltagsgegenstände, die schon unsere Grosseltern oder Eltern selbstverständlich benutzt haben. Da kam schon einmal die Frage auf: Warum werden solche Dinge in einem Museum aufbewahrt, wenn frühere Generationen sie nach dem Gebrauch einfach ersetzt oder weitergegeben haben?
Ein berührender Moment war der Blick in die Schachteln mit alten Seidenpapieren, in die früher Orangen sorgfältig eingepackt wurden. Für viele aus unserer Generation war das ein bewegender Moment – Orangen galten einst als etwas Kostbares und waren nur an besonderen Festtagen erhältlich. Dass man sie in kunstvoll gestaltetes Seidenpapier hüllte, erinnert uns daran, wie wertvoll eine solche Frucht damals war.
Ein besonders schöner Moment war unser Gruppenfoto auf der legendären Holztreppe in der Kaskade. Diese Treppe hat eine ganz eigene Atmosphäre: Zu Semesterbeginn drängen sich dort hunderte Studierende für ihre Einteilung, und am letzten Hochschultag des Kalenderjahres wird dort gemeinsam gesungen und musiziert – mit Weihnachts- und Neujahrsliedern. Heute jedoch war genügend Platz für uns – und so entstand ein schönes Erinnerungsfoto.
Dank der Flexibilität und guten Laune aller Beteiligten wurde der Ausflug trotz Hindernisse zu einem gelungenen Erlebnis.
Es war ein Tag voller Eindrücke, Gespräche und der Freude, gemeinsam unterwegs zu sein.
Verfasser
Robert Schneiter
ehrenamtlicher Mitarbeiter
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