Entwicklungsprinzipien

Unsere Arbeitsweise basiert auf den "Theologischen Überzeugungen und Grundlagen" und der "Bestimmung und Absicht unserer Gemeinde". Unserem biblisch gesunden und geistlich attraktiven Gemeindeleben liegen bestimmte Werte und Überzeugungen zugrunde, an denen wir uns mit unserer Arbeit orientieren wollen. Wir lehnen dabei an den von C.A. Schwarz[1] beschriebenen Gemeindeentwicklungsprinzipien an.

Diese Schwerpunkte und Merkmale sollen im Rahmen unserer Gemeindeaufbauarbeit angemessen berücksichtigt werden.


Wir überprüfen periodisch unseren Fokus und die Gesundheit der Gemeinde mittels hörendem Gebet und der Analyse „Natürliche Gemeindeentwicklung“.



[1] Die Bezeichnungen und Grundgedanken der Punkte 1 bis 8 sind Veröffentlichungen von C.A. Schwarz entnommen: Die natürliche Gemeindeentwicklung, Emmelsbüll 1996; Das 1x1 der Gemeindeentwicklung, Emmelsbüll, 1997.

Bevollmächtigende Leitung

Die Leiter der Kirche ETG Bachenbülach sehen eine ihrer Hauptaufgaben darin, andere Gemeindeglieder zur selbständigen und vollmächtigen Mitarbeit anzuleiten und zu ermutigen. Dies geschieht, indem die Prinzipien der Delegation, Multiplikation und Motivation angewandt und für die Arbeit der Gemeindeleitung fruchtbar gemacht werden. Jeder Christ soll Schritt für Schritt dahin geführt werden, im Einklang mit seiner Begabung seinen Platz und seine Aufgabe in der Gemeinde zu finden. Dabei wird er von anderen Mitarbeitern unterstützt und begleitet.


Prinzipienhüter: Dan Schürch

Gabenorientierte Mitarbeiterschaft

Seinem souveränen Willen gemäss hat Gott unter den Christen einer Gemeinde verschiedene Gaben ausgeteilt. Die Arbeit unserer Gemeinde wird von den Leitern und entscheidend von allen Gemeindegliedern mitgetragen. Dazu hat jeder bestimmte geistliche und natürliche Fähigkeiten erhalten, die wir zum Aufbau der Gemeinde einsetzen wollen. Wenn Aufgaben in der Gemeinde wahrgenommen werden, ist es wichtig, dass sie den Begabungen, der Persönlichkeit, Reife, individuellen Lebenssituation und Belastbarkeit des jeweiligen Mitarbeiters entsprechen.


Prinzipienhüter: Dan Schürch (ad interim)

Leidenschaftliche Spiritualität

Das aufmerksame Studium der Bibel hat uns zur Überzeugung geführt, dass persönlicher Glaube an Jesus Christus eine eminent dynamische und leidenschaftliche Dimension besitzt. Die Leidenschaft, ein Feuer auf Erden anzuzünden, bezeichnet Jesus als seinen persönlichen Auftrag und als einen seiner grössten Wünsche. Somit ist durch ihn selber ausgesprochen, dass die Begegnung mit dem lebendigen Gott im Leben des einzelnen Gläubigen ebenfalls ein Feuer entfacht, das nichts unverändert lassen wird. Wir wollen unseren Glauben daher mit echter Hingabe und unverkrampfter, ansteckender Begeisterung zum Ausdruck bringen. Geistliche Leidenschaft kann nur aus dem Geist geboren und empfangen werden und wird unter uns je nach individuellem Temperament sehr unterschiedlich zum Ausdruck gebracht.


Prinzipienhüter: Martin Bracher

Zweckmässige Strukturen

Die Lebens- und Arbeitsformen der Kirche ETG Bachenbülach leiten sich vom Auftrag und der Zielsetzung der Gemeinde ab. Formen und Strukturen der Gemeindearbeit wollen dem Zweck der Gemeinde dienen und werden deshalb regelmässig daraufhin überprüft. Was den Anforderungen der Zweckmässigkeit nicht gerecht wird, wird verändert oder aufgegeben. Fortlaufende Überprüfung und Erneuerung der Lebensformen soll daher vor allem dem geistlichen Leben unter uns dienen und auf diese Weise einer möglichen Erstarrung entgegenarbeiten.


Prinzipienhüter: Dan Schürch (ad interim)

Inspirierende Gottesdienste

Unsere Gottesdienste wollen mehr als gute Gewohnheit und geistliche Pflichtübung sein. Daher lautet eine der entscheidenden Fragen an unseren gemeinsamen Gottesdienst, der wir uns immer wieder aufrichtig stellen wollen: Ist der Besuch des Gottesdienstes eine inspirierende Erfahrung? Kommt der Geist Gottes in seiner überführenden und tröstenden, aufrichtenden, erneuernden und belebenden Macht durch die Form unserer Anbetung und Gebete, die Inhalte der Verkündigung und Ermahnung sowie durch die Gestalt unserer Gottesdienste zu Seinem Recht an uns? Soweit wir können, wollen wir ausräumen, was das Wirken des Geistes Gottes unter uns dämpft und seiner befreienden Freude viel Raum geben. Unsere Gottesdienste dürfen im guten und biblischen Sinne Spass machen.


Prinzipienhüter: Beat Meier (ad interim)

Ganzheitliche Kleingruppen

Für die Vertiefung der persönlichen Beziehung zu Gott ist nicht nur der regelmässige Gottesdienstbesuch wesentlich. Empfehlenswert ist daher der Anschluss an eine Kleingruppe. Hier bietet sich ein persönliches Forum, wo man intensiveren geistlichen Austausch finden, andere Christen näher kennenlernen, voneinander profitieren und füreinander beten kann. Biblische Impulse werden mit alltäglichen Fragen der Teilnehmer zusammengebracht. Unterschiedliche Arten von Kleingruppen sollen dazu beitragen, dass den jeweiligen Bedürfnissen der Teilnehmer Rechnung getragen wird.


Prinzipienhüter: Michel Keller

Bedürfnisorientierte Evangelisation

Damit Menschen sich ein umfassendes Bild vom christlichen Glauben machen können, benötigen sie genügend Zeit, sich aus sicherer Entfernung darüber zu informieren. In diesem Entdeckungsprozess möchten wir niemanden bedrängen, sondern jeden sein eigenes Tempo dafür bestimmen lassen. Dabei soll nicht das Gefühl entstehen, sich von vornherein zu etwas verpflichten zu müssen. Dem Auftrag unseres Herrn entsprechend wollen wir unseren persönlichen Glauben an Jesus Christus auf eine liebevolle und natürliche Weise mitteilen und dabei den Bedürfnissen und Fragen der Menschen gerecht werden, die dem christlichen Glauben noch fern stehen. Dies geschieht im Rahmen freundschaftlicher Beziehungen, missionarischer Hauskreise, evangelistischer Gottesdienste, Alphalivekurse, thematischer Vorträge sowie vieler anderer Veranstaltungen für Interessierte, soweit unsere Kreativität und Phantasie reichen. Sowohl das Programm, wie auch die Sprache, Musik und Gestaltung sollen dabei auf das kulturelle Empfinden und den Geschmack der Besucher abgestimmt sein.


Prinzipienhüter: René Lörtscher

Liebevolle Beziehungen

Kirche ist nicht die Summe aller Veranstaltungen, sondern setzt sich zusammen aus den einzelnen Personen, die Jesus Christus vertrauen. Als Christen sind wir durch den Geist Gottes miteinander verbunden, was sich in gegenseitigem Anteilnehmen und -geben und in hoher, liebevoller Wertschätzung füreinander äussert. Die Gemeinde soll ein Ort sein, wo sich unterschiedlichste Menschen (z.B. Singles, Alleinerziehende, Ehepaare, Familien mit Kindern, Menschen aus sogenannten Randgruppen) wirklich zuhause fühlen können. Jede Person soll sich angenommen fühlen und eine Atmosphäre der Liebe und Wertschätzung vorfinden. Die Qualität liebevoller Beziehungen kann sich u.a. darin spiegeln, in welchem Masse Aufmerksamkeit und gegenseitige Anteilnahme vorherrschen, wie viel Zeit die Gemeindeglieder ausserhalb gemeindlicher Veranstaltungen miteinander verbringen oder auch darin, wie viel miteinander gelacht wird. In einer wachsenden Gemeinde kann natürlich nicht jeder zu jedem eine gleich tiefe Beziehung aufbauen. Wir unterstützen daher die Entwicklung kleiner Beziehungsnetze, die miteinander verknüpft sind und zusammen ein grosses Ganzes ergeben, sodass weder der Einzelne noch die Gesamtheit der Gemeinde aus dem Blickfeld geraten.


Prinzipienhüter: Katharina Maag